Was ist ein Omen?

Auf den Spuren besonderer Filme

Im Fernsehen läuft eine Wiederholung des Horrorfilms „Das Omen“ aus dem Jahr 1976. Das lässt nichts Gutes vermuten. Ein Omen wird allgemein als ein schlechtes Vorzeichen gedeutet. Gibt es so etwas wirklich? Mal sehen >>

Dieses Bild zeigt das Wort "Omen". Ein Omen bedeutet allgemein ein schlechtes Vorzeichen.


Der Lottozahlen Flüsterer

Draußen im Garten zwitschert ein Vogel. Bald wird das Wetter wieder schöner, darauf kann man wetten. Kann der Piepmatz vielleicht auch die Lottozahlen vom nächsten Samstag ansagen?
Der Begriff Omen stammt nämlich aus der lateinischen Sprache und bedeutet: Vogelschau (*). Da schau einer an. Die alten Ägypter und sonstige Kulturen der Vorzeit haben nämlich alle hoch zum Himmel geschaut. Kaum kamen Vögel vorbei, schon haben die Gelehrten auf Ereignisse der Zukunft getippt. 

Die Sache liest sich für einen modernen Menschen eher – ominös, verdächtig. Zwischen vorbeifliegenden Vögeln und einem zukünftigen Ereignis lässt sich kaum eine kausale Verknüpfung herstellen.
Sicherlich kann der Flügelschlag eines Vogels in der Po-Ebene das Wetter in Fernost beeinflussen. Und sicherlich können viele Aktivitäten auf und unter der Erde weitreichende, langfristige Reaktionen nach sich ziehen. Aber taugen vorbeifliegende Vögel als Handlungsanweisung?



Zuflucht suchen bei der Wissenschaft

Es mag wohl stimmen, dass Vögel eine Region verlassen, kurz bevor sich dort ein Erdbeben ereignet. Dies mag ein Mensch von heute noch mit gewissen magnetischen Sinnesorganen dieser Tiere erklären. 

Was sagen die Quantenphysiker? Das ist eine gute Frage, aber sie ist im Hinblick auf den Vogelflug anscheinend noch nicht beantwortet.
Laut den Forschungen zum Doppelspalt-Experiment hat die menschliche Beobachtung gewisse Auswirkungen auf das Messergebnis im Labor. Der gedankliche Brückenschlag vom Vogelschwarm, zu Sieg oder Niederlage in einer Schlacht eines Julius Caesar vor 2000 Jahren, gelingt nicht ohne weiteres.

Irgendwo hängt der Fernsehzuschauer mit diesem Abendfilm fest zwischen Begriffen wie Volksglaube und Aberglaube. 


Geisterschriften und Horrorfilme

Wikipedia erzählt noch eine tolle Geschichte zu diesem Thema. Unter dem Begriff Menetekel (*) fallen die beiden Sprüche um „die Zeichen an der Wand“ und „Gewogen und für zu leicht befunden“. Es geht um einen vorderasiatischen König und eine Geisterschrift, die an der Wand erscheint (*). 

Daher bezeichnen wir als Menetekel heute noch eine unheilvolle Warnung. In amerikanischen Horrorfilmen tauchen gern unheimlich wirkende Gestalten an der Haustür einer Durchschnittsfamilie auf. Sie murmeln unverständliche Sätze und verschwinden plötzlich. Und dann geht die Horrorstory los.



So ähnlich soll der Film heute Abend „Das Omen“ mit Gregory Peck auch ablaufen. Mal sehen …

 (*) Textquellen:
Wikipedia/ Omen, /Menetekel

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