Rübezahl – der Riese in uns.

… alles lateral



Gitarren klingen leise …

… durch das Riesengebirge. Warum regen wir uns eigentlich so auf? Weltpolitik hin und her – wir haben doch den Rübezahl. Und der behütet uns und die Heimat gut.

Rübezahl ist nämlich eine Riese, und wo der einmal hinhaut, da wächst kein Gras mehr. Hat er auch eine entsprechende Keule oder ein Schwert? Leider nein, Rübezahl wandert in der Regel mit einer Harfe durch das Riesengebirge.

Diese Ausstattung kann einen unvorbereiteten Leser auch verblüffen. Wie will der Riese uns denn mit der Harfe verteidigen? Soll er etwa die Feinde durch schräge Töne erschrecken?

Dieser Sache muss Rolf als Hobbyautor nachgehen, jetzt, da er einmal darauf gestoßen ist. Hier ist das erste Ergebnis der Untersuchung >>


Update Oktober 2018. Die Harfe bereitet Kopfzerbrechen.

Den Text zum Update finden Sie am Ende des Artikels.


Naturgeist und Bergschrat

Rübezahl ist eine Allegorie, eine bildhafte Darstellung. Natürlich kann ein Riese, ganz gleich wie groß er ist, nicht Tausende von Kilometern an Grenze überwachen. Selbst mit Siebenmeilenstiefeln hört sich die Sache undurchführbar an. Und wen sollte er denn überwachen? Was sind die Kriterien von Freund und Feind? Überhaupt, wer sind denn die Schutzbefohlene des „Herrn der Berge“?
Die Einwohner des Riesengebirges können dazugehören. Und deren Nachbarn im Süden, Osten oder Westen - genießen Sie auch seinen Schutz?
Island zum Beispiel gehört nicht zur EU. Und es liegt weit entfernt vom Riesengebirge. Es gibt dort eine Elfenbeauftragte, wie man hört. Elfen und Bergschrate sind Naturgeister, also verwandte Wesen. Passt „der Herr Johannes“ auch auf Island und die Isländer auf?

Regionale Abdeckung, Zeitmanagement, kulturelle Präferenzen - kein Märchenerzähler ist bisher auf diese Fragen proaktiv eingegangen. Jetzt müssen die Naturwissenschaftler ran.


Rübezahl als der „Guitar Man“ und die phononische Lücke

Der Mensch besteht aus Zellen. Diese haben sich im Laufe der Evolution zu einem funktionierenden System zusammengeschlossen. 

Der ursprüngliche Zusammenschluss zu einem Organismus erfolgte durch elementare Anregungen (*). Die Kräfte der Natur haben uns den Körper geliefert, der uns im Leben begleitet. Durch Störungen von außen entstehen im Laufe der Zeit auch Ungleichgewichte. Der Mensch wird krank. Aber andere Kräfte der Natur können solche Störungen im Organismus wieder ausgleichen.

Solche Anregungen heißen auch Quanten. Eine andere Bezeichnung für die kleinen Impulse lautet Phonon (*). Es gibt akustische und optische Phononen.

Akustische Phonone können zum Beispiel durch Musikinstrumente ausgelöst werden. Das Kollektiv unserer Zellen hat scheinbar  einen Frequenzbereich, eine Klanglücke, um die sich ein gestörtes Muster auf bestimmte Klänge hin organisiert.
Rübezahl greift zur Klampfe und erzeugt bestimmte Frequenzen. Die gestörten Teilchen ordnen sich neu – und alles wird wieder gut.
Dieser Berggeist ist dann kein Keule schwingender Doorman für das Café Europa. Er kann als ein Sinnbild gelten für die musici, für heilende Klänge.

Wenn ein lateral denkender Hallodri diesen Gedanken noch weiterspinnt, dann bedeutet Rübezahl nicht nur die Harmonie, die durch Musik erzeugt wird. Rübezahl kann dann für ein harmonisches Verhalten in allen menschlichen Bereichen stehen. Reden, Denken, Tun – alles verursacht „Anregungen“. Darum heißt es wohl:  „Achte auf deine Worte“ usw. …


Rübezahl, der Riese in uns, kann uns vor allerlei Ungemach behüten. Man muss ihn nur richtig machen lassen.
... Märchen sind so wunderschön …

Update siehe unten >>

Textquellen:
Wikipedia/ Rübezahl, /Phonon, /Elementare Anregung
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Update Oktober 2018. Die Harfe bereitet Kopfzerbrechen

Die Geschichte mit Rübezahls Harfe lässt Rolf keine Ruhe. Man stellt sich eine Riesenkerl mit Riesenpranken vor, und dieser soll nun einer Harfe einschmeichelnde Töne entlocken? An der Geschichte stimmt etwas nicht.

Rolf liest sich den Wikipedia Artikel zum Thema „Harfe“ durch (*). Man findet sehr viel Stoff aus der Musiktheorie. Ein Satz bleibt dem Leser besonders im Gedächtnis. Es wird eine Davidsharfe aus der Bibel erwähnt. Damit soll der legendäre König die bösen Geister, sprich die schlechten Schwingungen, seines Vorgängers Saul vertrieben haben. Rolf denkt an den Begriff der Frequenzüberlagerung. 
Dann folgt im Lexikon ein Hinweis zum Ausdruck kinnor, Dabei handelt es sich um eine uralte Form der Leier. Immer die alte Leier – dieses Sprichwort fällt Rolf ein. Weiter im Text ist von einem vorgeschichtlichen Opferkult die Rede (*). Und die Töne der Leier werden als „Stimme Gottes“ bezeichnet. Später wird noch eine Windharfe erwähnt, die über einem königlichen Bett hing und ständig, vom Wind bewegt, für angenehme Töne sorgte.

Können Töne die Atmosphäre reinigen? Rolf weiß keine Antwort. Er vermutete einen ihm bisher unbekannten Zusammenhang zwischen Klangmustern und einer gereinigten, vielleicht stressfreien Atmosphäre, die unsere Vorfahren herzustellen versuchten. Jetzt fragt sich nur noch, warum man dazu einen Riesen als Spieler braucht. Möglicherweise ist dies wieder der Riese in uns, das riesengroße Potenzial an Möglichkeiten, das dem Menschen die Beeinflussung der Natur auch durch Frequenzerzeugung ermöglicht.

Das Thema ist spekulativ, aber für den Autor interessant. Mal sehen, was die Zukunft an weiteren Gedanken-Impulsen bringt.

 

 

(*) Textquelle: Wikipedia/ Harfe, /KInnor


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