Welche Wirkungen haben Symbole auf den Menschen?

Updates

November 2018. Symbol der Tapferkeit. Der Federschmuck der Indianer

Oktober 2018. Der Leuchtturm als Symbol

August 2018. Das Schangensymbol

Juli 2018. Ein möglicher Bezug zur Neuroästhetik

November 2017. Das Füllhorn

Die Texte zu den Updates finden Sie weiter unten im Artikel.

Wundertüte Youtube

Auf Youtube wird folgendes Video gezeigt: 

Es werden Wasserschwingungen in Zeitlupe dargestellt. Diese Vorgehensweise nennt sich cymatics und wurde im letzten Jahrhundert von einem deutschen Naturwissenschaftler namens Ernst Chladni wesentlich beeinflusst. Es geht um Figuren, die aus Klang entstehen.


Die Fünf.

Die dargestellte Figur im Video erinnert an ein Fünfeck. Diese Figur begegnet dem Menschen im Alltag recht häufig. Sie scheint ein Symbol zu sein, das uns etwas sagen kann. Wofür steht die Fünf?
Auf diese Frage hin entstand dieser Text mit dem Thema: Symbole.

 

Man kann neugierig fragen:

  • Was wollen Symbole uns sagen? 
  • Und: Haben Symbole eine Wirkung auf unser Denken und Fühlen? 
  • Kann jeder Mensch durch die Auswahl der Zeichen und Muster, mit denen er sich umgibt, sein eigenes Wohlgefühl gezielt beeinflussen? 

Mal sehen …

give me five
give me five

Dieser Text wurde durch das Symbol aus dem Video angeregt. In der Seitenleiste zu diesem Video wird eine ähnliche Figur mit dem Wert 432 Hz angezeigt. Diese Frequenz wird als Kammerton bezeichnet. Orchester stimmen ihre Instrumente auf diesen Ton ab. Er soll Harmonie erzeugen.

Was ist Harmonie? Gleichklang, der eine angehnehme Empfindung erzeugt. So sprachen schon die alten Weisen. In einer Schale, die mit Wasser gefüllt ist, erzeugt diese Frequenz ein Fünfeck. Jetzt sind wir beim Thema. Das optische Symbol der Fünf wird mit dem akustischen Ton für Harmonie gleichgesetzt. Erzeugt der Anblick eines Fünfecks ebenso Harmonie?

 

Einige Beispiele (*):

Give me five.

  • Fünf Finger und fünf Blütenblätter. Eine erste Idee sagt: menschliche Extremitäten und pflanzliche Blütenblätter sind nach harmonischen Grundsätzen angeordnet. Schau mir auf die Hände und du erzeugst eine harmonische Beziehung zwischen uns. Und Blumen ansehen kann glücklich machen.
  • Fünf Sinne.
  • Fünf Elemente. Wasser, Feuer, Erde, Holz und Metall.
  • Fünf Kontinente.
  • Fünf olympische Ringe.

Eindruck machen

Das Pentagramm stellt einen fünfeckigen Stern dar. Dieses Symbol sieht man oft auf okkulten Darstellungen. 

give me five - Elemente
give me five - Elemente

Jetzt kommt der Text etwas in Fahrt. Haben Gelehrte der Vorzeit "die Fünf" auf diese Weise symbolisch in eine geometrische Form gebracht? Man liest oft von der „Heiligen Geometrie“. Diese soll einen bestimmten Einfluss auf das  menschliche Gemüt haben. Das Thema leitet weiter zum Goldenen Schnitt.
Und jetzt kommt etwas Handfestes zur Sprache. Das Fünfeck wird häufig in Kirchenfenstern als Symbol verwendet (*). Das Sonnenlicht scheint tagsüber durch die Kirchenfenster. Der Kirchenbesucher kann auf das Fünfeck blicken und – eine harmonische Stimmung in sich erzeugen?

Ist es so? Wenn ja, dann haben die alten Kirchenbauarchitekten der Vorzeit eine kluge Herleitung von der Frequenz 432 über den Goldenen Schnitt zum Symbol der Fünf im Kirchenfenster geschafft.
Alle Achtung.

Update. Das Füllhorn. Text s. weiter unten.

Eine Rosette mit fünf Elementen
Eine Rosette mit fünf Elementen


(*) Textquellen:

Wikipedia/ Fünf, /Pentagramm

Weitere Texte auf dieser Webseite:
Kathedralen - Orte der Kohärenz

Rückzugsorte

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Update. Das Füllhorn

Wofür steht das Füllhorn? Für Wohlstand und Reichtum? Ja, und für das Glück, das die Natur über den Empfänger reichlich ausschüttet. Fruchtbarkeit wird noch symbolisiert – und Freigebigkeit (*).

 

Der Ursprung des Symbols soll im Weinlese-Korb liegen. Dies ist eine nahe liegende Herleitung. Wenn der Korb mit Weinreben überquillt, dann hat es ein gutes Erntejahr gegeben. Und so haben die Vorfahren das Bild symbolisch auf weitere Lebensbereiche übertragen.

Ein Hinweis im Text des Lexikons lässt den Leser besonders aufmerken. Das griechische Wort für Füllhorn ist von der Bezeichnung für eine sagenhafte Ziege abgeleitet. Und dieses Tier soll den Göttervater Zeus aufgezogen haben. Es kann sich beim Leser sofort eine Verbindung zur Wölfin herstellen, die Romulus und Remus gesäugt hat. Offenbar haben alle Sagenerzähler voneinander abgeschrieben.

 

In unserem Kulturkreis hat sich das Füllhorn als ein Symbol für Überfluss – und für die Jahreszeit Herbst erhalten.

Die Wirkung: Das Füllhorn strahlt Wohlbefinden und Zufriedenheit aus.

(*) Textquelle: Wikipedia/ Füllhorn



Update Juli 2018. Ein möglicher Bezug zur Neuroästhetik

Möglicherweise können als harmonisch empfundene Symbole angenehme Gefühle beim Betrachter auslösen. Vertreter der relativ neuen Forschungsrichtung Neuroästhetik suchen derartige Zusammenhänge.

Bilder, Zeichen und Symbole werden möglicherweise in verschiedenen Gehirnbereichen erfasst und vom Betrachter miteinander in Beziehung gesetzt. Daraus werden verschieden Gefühlsregungen bei Testpersonen abgeleitet (*).

Interessanterweise sollen diese Reaktionen sowohl bei der Bildbetrachtung als auch bei der Betrachtung von Statuen in bestimmten Posen entstehen(*). Auch ein Laokoon würde sich demnach in das Bewusstsein des Betrachters einprägen.

 

 

(*) Textquelle: Wikipedia/ Neuroästhetik



Das Symbol der Schlange

Die Herleitungen der Symbolkraft der Schlange sind vielfältig. Sie reichen von der Verführerin in der Bibel bis zur Heilerin im Äskulapstab.
In der Medizin sollen tatsächlich Schlangengifte zu Heilungszwecken eingesetzt werden. Die Herleitung der biblischen Rolle stellt schon einige Anforderungen an die Kreativität des Lesers. So kann sich ein kritischer Zeitgenosse fragen, wie eine Schlange ohne Kehlkopf als Ansprechpartner für ein menschliches Paar funktioniert haben soll.
Das Gehirn des Menschen trägt allerdings einen ursprünglichen Bereich in sich, der als „“Reptiliengehirn“ bezeichnet wird. Möglicherweise steht die Schlange als Sinnbild für erwachende intellektuelle Fähigkeiten der frühen Menschen verwendet.



Update Oktober 2018. Der Leuchtturm als Symbol

Mit Leuchttürmen hat ein Kontinental-Europäer eher selten zu tun. Sie stehen für ein Warnsignal. Sie bedeuten aber auch ein Hinweiszeichen. Leuchttürme sagen der Schiffsbesatzung: „Achtung, hier kommt Land - und bald auch ein Hafen“.
Als Symbolzeichen werden Leuchttürme gern wie ein spiritueller Wegweiser verwendet. Diese oder jene Lehre verspricht dem Adepten, dass er sich besser in der Welt zurechtfinden kann.

Was sagt das Lexikon? Ein Leuchtturm enthält eine „Befeuerung“ (*). Mancher Leser hat hier möglicherweise einen neuen Ausdruck kennengelernt. Überraschenderweise sind Leuchttürme der modernen Bauart nicht unbedingt aus Stein gebaut. Die fortgeschrittene Baustofftechnik soll jetzt Signaltürme aus Metallbauteilen erlauben. Wer hat eine solchen Metallturm schon einmal gesehen? In der Regel besucht der Urlauber an den Küsten die herkömmlichen Leuchttürme, die aus Stein gebaut sind.

Die Leuchtturmwärter sind anscheinend ausgestorben. Autonome Mechanismen und digitale Steuerungselemente haben deren Funktionen nun übernommen (*). In den Räumen des ehemaligen Bedienerpersonals haben mitunter Restaurants Einzug gehalten. Auch Hochzeiten sollen in manchen Gebäuden gefeiert werden. Das passt nun wieder ausgezeichnet zum Signalcharakter des „Hafens der Ehe“.

Geschichten über Symbole können interessant sein.

 

(*) Textquelle: Wikipedia/ Leuchtturm


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Symbol der Tapferkeit. Der Federschmuck der Indianer

In den Indianerfilmen unserer Kindheit hat uns der Kopfschmuck des Häuptlings immer sehr beeindruckt. Wahrscheinlich galt dieser als Ausdruck besonderer Tapferkeit. Und so ist es. Den Ausdruck Warbonnet muss man als Erwachsener im Lexikon nachschlagen. Der Text auf Wikipedia bestätigt die Vermutung, dass besonders tapfere Krieger sich diesen Kopfschmuck verdient hatten (*).
Aber – und das kann besonders erstaunen – die Federn waren obendrein mit speziellen Verzierungen und Einkerbungen versehen. Aus diesem Code kann der Kundige die Anzahl der Feinde sowie der Erfolg in bestimmten Kampfhandlungen herauslesen.
Das Verfahren erinnert an die Tätowierungen der Maori. Dort sollen die Ritzzeichen sogar das Geburtsdatum, den Familienstand und die Stellung des Individuums in der Gesellschaft erklärt haben.
In unserem Kulturkreis geben das Arbeitszeugnis als Warbonnet und der Personalausweis als Kennmarke verhältnismäßig unspektakuläre Symbole her.

 

(*) Textquellen: en.wikipedia/ Warbonnet, /Maori

(wird fortgesetzt).


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